GASTRONOMIE · 4 MIN LESEZEIT
Küchenlüftung in der Gastronomie: Was im Alltag zählt
Wärme, Dampf, Fett und Gerüche: Eine Gastroküche stellt die Lüftung jeden Tag auf die Probe.
Abluft dort erfassen, wo sie entsteht
Hauben oder Lüftungsdecken fassen Wärme, Dampf und Fett direkt über den Geräten. Die nötige Abluftmenge hängt von Art und Leistung der Kochgeräte ab; als anerkannte Grundlage dient in der Praxis die Richtlinie VDI 2052. Wer die Küchenplanung früh kennt, dimensioniert richtig statt grosszügig.
Fett und Brandschutz
Fettfilter halten einen Teil des Fetts zurück, der Rest lagert sich in den Leitungen ab. Fettabluftleitungen müssen deshalb dicht, reinigbar und nach den Brandschutzvorschriften der VKF ausgeführt sein. Regelmässige Reinigung ist keine Nebensache, sondern Brandschutz.
Zuluft nicht vergessen
Was abgesaugt wird, muss nachströmen – zugfrei und so, dass die Hauben weiter sauber erfassen. Ein leichter Unterdruck in der Küche sorgt dafür, dass Gerüche nicht in den Gastraum ziehen.
Fortluft und Nachbarschaft
Die Fortluft wird in der Regel über Dach geführt, damit Gerüche niemanden stören. In Altbauten, Mietflächen oder bei Denkmalschutz ist genau das oft die grösste Herausforderung des ganzen Projekts.
Energie zurückholen
Küchenabluft ist warm, aber fetthaltig. Ein Kreislaufverbundsystem trennt Zu- und Abluft vollständig und holt trotzdem Wärme zurück; eine bedarfsabhängige Regelung senkt die Luftmengen ausserhalb der Spitzenzeiten.
Das Wichtigste in Kürze
Küchenlüftung früh mit Küchenplanung, Brandschutz und Fortluftführung abstimmen – dann funktioniert sie im Alltag.
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